Technische Daten:
 Bezeichnung  MB EVO I 4x4x2
 Hersteller  Hafner / Eigenbau
 Maßstab  1:14
 Abmessungen  [BxHxL] 195 x 240 x 400 mm
 Gewicht  2,8 kg
 Baubeginn  2003
 Funktionen  fahren, lenken, bremsen
elektrischer Teil:
 Fernsteuerung  Multiplex MC 1020
 Empfänger  Multiplex
 Lenkservo  Conrad S-71
 Akku  NC 6 Zellen 7,2V
 Fahrregler  Servonaut M20T
 Elektronik  -
 Beleuchtung  -
mechanischer Teil:
 Rahmen  Hafner Alu-Profil
 Fahrerhaus  Tamiya MB SK
 Aufbau  Trial
 Motor  LRP Truck-Puller 7,2V
 Getriebe  Robbe
 Achse(n)  2
 Antriebsachse(n)  Robbe Panther, voll gesperrt, mit Modifikationen
 Vorderachse(n)  Robbe Panther, voll gesperrt, mit Modifikationen
 Bereifung  Conrad Noppenreifen
Sonstiges:
   
 

 

!!! ACHTUNG - inzwischen gibt es die Baustufe EVO II !!!

Als Fastfertig-Modell bei der Fa. Hafner geordert, kamen die beiden Fahrzeuge nach Farbwunsch lackiert auf meine (des Vaters) Werkbank. Es fehlten noch Empfänger, Lenkservo, Fahrtregler und der Akku. Nach dem diese Komponenten eingebaut waren, erfolgten die ersten Probefahrten im Keller. Bis auf das laute Getriebegeräusch und die windige Fahrerhausbefestigung lies sich das alles gut an. Die Fahrzeuge wurden also für den Weihnachtsmann wieder verpackt.
Nach der "Bescherung" wurde los gekachelt. Mangels passender Hindernisse und klirrender Kälte (-15 Grad) draussen wurde alles als Hindernis verwendet, was den Jungs in die Quere kam: Bücher, Autokindersitze, Türschwellen, Schuhe usw.

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Die Unzulänglichkeiten der Fahrzeuge zeigte sich bald. Schon nach kurzer Zeit sind wir einiger Schrauben verlustig gegangen. Gott sei Dank konnte die Urlaubs-Notbox helfen und der Schaden mit Kabelbindern behoben werden. Zu Hause wurden dann alle Schrauben am Fahrwerk mit Schraubensicherungslack versehen. Seit dem sitzen die Schrauben fest.
Als weiteres Defizit erwiesen sich die Differentiale. Mag sein, das sie nicht auf die Fahrweise meiner Jungs ausgelegt sind. Das sollten sie aber eigentlich aushalten. Meiner Meinung nach werden die Kunststoffkegelräder in den Differentialen bei starken Lastwechseln schlicht und einfach zur Seite gedrückt und bekommen dann von den nächsten Zahnrädern eins auf den Kopf. Zu dieser Annahme komme ich, weil die Zahnräder immer paarweise kaputtgehen und wenn mann die Kegelräder dann beschaut, lassen sie eigentlich nur diesen Schluss zu. Im schlimmsten Fall bricht dann noch der Differential-Käfig.
Fazit: Entweder man baut in das Differential eine starren Durchtrieb ein oder ersetzt die Kunststoff-Kegelräder. Beide Varianten laufen zur Zeit im Versuch.

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Diese Unzulänglichkeiten im Fahrwerk führen natürlich zu langen Standzeiten in der Werkstatt. Dafür kann ich jetzt die Differentiale wie aus dem FF zerlegen. Trotz der Tatsachen sind die beiden Trial-Truck trotz ihren Einfachheit extrem geländegängig, haben einen guten Böschungswinkel, gute Achsverwindung und erklimmen beachtliche Steigungen.

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Anmerkung (2002-05-21):

Inzwischen wurden in beiden Fahrzeugen der gelieferte Motor (Speed 600) gegen einen LRP Truck-Puller getauscht. Das Fahrzeug ist jetzt nur noch halb so schnell und sehr viel friedfertiger zu bewegen. Dadurch, das der Truck-Puller bei weitem nicht so giftig ist wie der Speed 600 halten vielleicht auch die Differentiale länger.
Es halten übrigens beide Versuchsvarianten (starrer Durchtrieb und Alu-Kegelräder, wie zuvor beschrieben) bisher durch. Hoffentlich bleibt es so!
Durch die Änderung der vorderen Achsaufhängung kam es immer wieder vor, das die Kardanwelle aus den Aufnahmen sprang. So habe ich kurzerhand eine "verbesserte" Welle aus Imbus- und Steckschlüsseln entworfen, bei der die Kugelköpfe durch eine Feder auseinander gedrückt werden. Beschreiben kann man das schlecht - also besser die Bilder anschauen.

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verbesserte Kardanwelle

Anmerkung 1 (2002-09-16):
In beiden Fahrzeugen wurden inzwischen auch die vorderen Differentiale gesperrt - auf ziemlich brutale Art. Die Kegelräder des Differential-Korbes wurden mit Heisskleber festgesetzt. Das Vorankommen im Gelände geht jetzt merklich besser.

Anmerkung 2 (2002-09-16):
Dazu wurden unter den Verteilergetriebe ein Gleitbleich montiert. Das Hakeln am Verteilergetriebe gehört damit der Vergangenheit an. Demnächst werden dann noch die Spurstangen verlängert und weiter in die Karosserie verlegt.

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Bild vom Gleitblech

Auch ein stärkeres Lenkservo (Conrad S-71 mit ca 73 Ncm Stellkraft) tut jetzt in den Fahrzeugen Dienst. Das alte Standard-Servo war doch etwas schwächlich.

Anmerkung (2002-10-08):
Der untere Teil der Stossstange ist der Säge zum Opfer gefallen - zu Gunsten eines wesentlich besseren Böschungswinkels. Um die scharfen Kanten des Fahrgestells etwas zu entschärfen, kommt demnächst noch ein Gleitblech.

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Bild ohne Stossstange