zum Baubericht, Update 2016-08-08, Update 2016-08-15, Update 2016-08-25, Update 2016-08-26, Video ...
Technische Daten: |
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Bezeichnung | MAN F90 Muldenkipper |
Hersteller | Wedico / Eigenbau |
Maßstab | 1:14 |
Abmessungen | 168 x 228 x x578 [BxHxL] mm |
Gewicht | 5,25 kg |
Baubeginn | 2004 |
Funktionen | Fahren, Lenken, Kippen, Licht, Sound, Rundumleuchten |
elektrischer Teil: | |
Fernsteuerung | FrSky tandem XE |
Empfänger | FrSky Archer plus R12+ |
Lenkservo | Hitec HS-5955TG (17kg bei 5V) |
Akku | 4200 mAh NiMh 10 Zellen 12V |
Fahrregler | Servonaut M20+ |
Elektronik | Soundmodul SMT, CTI Thor 4, Servonaut MM4 |
Beleuchtung | Lampen und LED über M20+, Rundumleuchten Pistenking |
mechanischer Teil: | |
Rahmen | Wedico Standard |
Fahrerhaus | Wedico |
Aufbau | eBay |
Motor | Wedico Bühler |
Getriebe | 2-Gang plus Allrad vorn schaltbar |
Achse(n) | 3 |
Antriebsachse(n) | Stahl-Modellbau selbstsprerrende Differentiale |
Vorderachse(n) | Stahl-Modellbau selbstsprerrende Differentiale |
Bereifung | AFV-Geländereifen |
Sonstiges: | |
Ansteuerung des Spindelantriebes über Thor 4, Motor für den Spindelantrieb ist ein RB35-100 in 12V-Ausführung, Anfangswinkel des Spindelantriebes ist ca. 15 Grad |
Tim baut seinen ersten Truck alleine!
Zum Ansporn für seine schulischen Leistungen bekommt er - sofern er es sich in der Woche erarbeitet hat - eine weitere Baugruppe für seinen neuen LKW. Die Baugruppen stammen aus Papa's Bastelkeller und ergeben am Ende einen schönen Truck! Was es letztendlich wird kann an dieser Stelle leider nicht verraten werden, denn Tim weiss es auch noch nicht :-)
2004-01-16
Ein WEDICO-Standardrahmen bildet die Grundlage.
2004-01-23
Zum Grundrahmen kommt eine WEDICO-Profi-Lenkachse mit kugelgelagerten Kunststofffelgen. Nach dem Zusammenbau wird die Achse sofort am Rahmen montiert.
2004-01-30
Das erste Antriebs-Differential folgt. Leider hat Papa den Federsatz vergessen. Also nur Montage der Räder an der Achse.
2004-02-13
Pendelachs-Aggregat von Modelltruckteile.de
Aber mit nur einer Antriebsachse kann die Funkion noch nicht getestet werden.
2004-02-24
Eine zweite Antriebsachse...
... die auch sofort verbaut wird. Die Pendelachse funktioniert einwandfrei
Das Fahrgestell ist also fertig!
2004-03-01
Endlich: der Motor mit Dreigangschaltgetriebe wir eingebaut!
Aber was nutzt es? Ohne Fahrregler und Akku? Nix zu machen - immer noch schieben :-(
2004-03-14
Die hinteren Kotflügel werden montiert
2004-03-21
Ein Lenkservo!
Montage direkt auf der Achse - es waren also erste mechanische Arbeiten wie Sägen, Feilen, Bohren fallig, nicht "nur" Schrauben.
2004-03-28
Zwei Tanks werden geliefert - in einem befindet sich zufällig ein Fahrregler.
Aber - er fährt immer noch nicht! Oh Mann, dauert das lange, bis man so einen Truck zusammen gebaut hat.
2004-04-10
Endlich: ein Fahrerhaus. Schnell das Werkzeug geholt und montiert.
2004-04-24
Nun ist es endlich soweit - der gewünschte Akku ist da. Leider gibt es davon kein Bild, aber zumindes kann der Truck schon mal fahren. Den dazu nötigen Empfänger haben wir aus Tims alten Volvo ausgebaut
2004-04-30
Ein Auspuff - aber Montage wegen Zeitmangel Fehlanzeige!
2005-03-08
Lange Zeit ist nichts passiert, aber jetzt kommen viele Sachen auf einmal!
Was ist also passiert?
Zuerst (Juni 2004) kam eine Hinterkippermulde dazu - die hat der Papa sehr günstig über eBay erworben. Die Mulde wurde erstmal provisorisch auf einfach auf den Rahmen gestellt, später dann mit einem Scharnier befestigt, so das wenigstens Handkippung möglich war. Die Mulde ist aber ein wenig kurz für den langen Rahmen. Der Rahmen sollte dann im Zuge des Einbaus eines Muldenantriebes passend gekürzt werden.
Da sich schnell herausgestellt hat, das sowohl Tim's MAN als auch der Peterbilt seines Bruders Nils mit Wedico Standard und Standard-3-Gang-Getriebe a) zu schnell waren und b) zu wenig Kraft am Berg haben, musste eine Lösung dafür her. Eigentlich sollte nach dem Getriebe noch ein Untersetzungsgetriebe 2:1 geschaltet werden, Aber dann wurden die Sparschweine geplündert und Rüst-Achsen 4:1 bestellt. Nach Eintreffen wurden die Achsen von Tim dann auch schnellstmöglich montiert. Diese Achsen haben den zusätzlichen Vorteil, das sie sich nicht gegeneinander verwinden. Durch die weitere Untersetzung in den Achsen ist Kraft und Geschwindigkeit jetzt optimal (August 2004).
In Hamburg auf der Messe (Oktober 2004) wurde der MAN dann mit einem Sevonaut M20T ausgerüstet. Der alte Wedico-Fahrregler machte ja beim Einschalten immer einen Ruck. Ausserdem hielt ihn der Papa für die häufigen Störungen für verantwortlich. Die waren dann nach dem Einbau des Servonaut auch fast völlig weg. Den Rest der Störungen konnte dann durch "Aufräumen" im Fahrzeug zu Leibe gerückt werden...
Den Einbau des Fahrreglers hat der Papa übernommen, dazu ist Tim noch nicht weit genug fit im Löten!
Der Weihnachtsmann (na wann wohl) brachte dann ein Servonaut SMT-Soundmodul. Sound scheint für die Kids doch ein wichtiges Feature zu sein, während der Papa gut drauf verzichten kann. Also wird es mit dem Einbau wohl noch etwas dauern :-)
In Hamburg hat sich auch erwiesen, das die Breitreifen und die Rüstachsen noch keine 100%tige Garantie für das Fortkommen im Gelände sind. Folglich wurde bei Tim der Wunsch nach einer Differential-Sperre laut. Er ist ja nicht dumm. Also haben wir die Achsen an Falk von der Fa. Modellbau-Fröhlich gegeben, der die Achsen sozusagen als Prototyp mit schaltbaren Diff-Sperren versehen hat. Tolle Arbeit! Jetzt geht der MAN wirklich gut im Gelände... Das war im Februar 2005
Im Frühjahr 2005 waren dann ein paar Veranstaltungen angesagt. Tim's Moserei (dann muss ich ja wieder von Hand abkippen...) fanden beim Papa offene Ohren und es wurde endlich ein Antrieb für die Mulde gebaut. Der Bau wird auf diesen Internet-Seiten an anderer Stelle ausführlich beschrieben (siehe Link am Ende des Absatzes). Der Rahmen wurde im Zuge dieser Baumassnahme um 8 cm gekürzt und das Fahrgestell um 1cm angehoben. Beide Massnahmen habe dem Aussehen und der Funktion des MAN aber gut getan, was man auch an den Bilder sehen kann :-)
2005-05-15
Ein paar kleine, aber wirkungsvolle Verbesserungen.
Das Fahrerhaus wird jetzt von einem Blech geschützt. Die arbeitseifrigen Radlader- und Baggerfahrer nahmen es mit den Zielen nicht so genau und es fiel viel Ladegut zwischen Fahrerhaus und Mulde. Das ist jetzt vorbei.
Zudem bekam der Antriebsmotor der Spindel eine Abdeckung. So ist auch der geschützt.
Ansonsten hat sich der Antrieb für die Mulde als sehr robust heraus gestellt. Auf dem Trucktreffen in Wehmingen wurden damit zahllose Wagenladungen zur Brücke transportiert...
2006-02-19
Ab hier schreibt der "Maestro" selber:
Ich habe von meinem Papa noch eine Stoßstange mit Kabeln für das Licht bekommen. Ich musste mir auch kein Lichtset kaufen, weil es im Servonauten schon mit drin ist. Außerdem kam noch eine Anhängerkupplung aus Metall hinzu. Zudem habe ich mir erst einmal nur das normale Fahrlicht eingebaut.
Dann gingen bei mir die Rüstachsen kaputt (Anmerkung vom Papa: das Einlegen der Diff-Sperre hakelte), sie mussten schnell wieder repariert werden denn die nächste Veranstaltung rückte näher. Wir schafften es, doch eine Differenzialsperre wollte einfach nicht gehen und ich kam sehr schlecht durch das Gelände. Also mussten neue Achsen her, aber woher sollten wir sie holen. Dann kam uns eine Idee und bestellten selbstsperrende Achsen von Stahl-Modellbau (die mein Vater auch in seinem Trial Truck fährt).
Nun kam das schon erwähnte Soundmodul zum Einbau. Wir haben es hinten im Fahrerhaus versteckt und denn Lautsprecher unter dem Dach vom Fahrerhaus festgeklebt. Dann mussten wir das Sound Modul noch an den Motor anschließen und das Modul einstellen.
Zur Detailverbesserung kamen noch zwei Rundumleuchten (Papa: angesteuert von Servonaut-BE8 auf das Dach vom Fahrerhaus. Der Einbau war etwas kompliziert, denn wir mussten zwei Löcher in das Fahrerhaus Dach bohren und mit einem Gewinde versehen. Dann riss eines der acht Kabel - wir versuchten es wieder zusammen zu löten und es mit Schrumpfschlauch zu schützen. Aber es war zu dick und riss wieder auf. Dann nahmen wir eine andere gleiche Rundumleuchte, die zufällig vorhanden war. Wir klebten sie dann einfach auf und es hielt auch. Ein Ersatzreifen ist zwischen Tank und Kotflügel befestigt. Er ist mit einem Winkelblech am Rahmen angebracht. Der Reifen ist aber dünner als die anderen weil wir eine Reihe Noppen heraus geschnitten haben damit er nicht zu weit nach unten kommt.
Ein neues Getriebe wollten wir auch einbauen. Statt drei Gänge hat das Neue nur noch zwei und eine bessere Untersetzung. Es ist aus Metall und geht von daher nicht so schnell kaputt.
Anmerkung vom Papa: für eine noch günstigere Übersetzung habe ich hinter das Zweigang-Schaltgetriebe von Stahl-Modellbau noch ein 2:1-Untersetzung gebaut und direkt auf den Getriebe-Augang montiert. Ein neues Lenk-Servo ist auch drin. Das alte Servo machte immer mal wieder Schwierigkeiten. Jetzt ist ein Hitec HS-5955TG mit 17kg bei 4,8V eingebaut. Das funtioniert bis jetzt einwandfrei
2006-04-18
Die neuen Achsen von Stahl machten es nötig: ein Untersetzungsgetriebe, welches die Ausgangsdrehzahl des 2-Gang-Schaltgetriebes noch mal um die Hälfte reduziert. Nutzen: Geschwindigkeit reduziert - Kraft verdoppelt. Bei den Beladungen nötig :-)
2006-12-11
Dann habe ich mir noch einen Ersatzreifen gebaut. Ich habe den Reifen erst einmal auseinander geschnitten und dann eine Zahnreihe herausgeschnitten, wieder zusammengeklebt und trocknen lassen. Als nächstes habe ich ein 1 Zentimeter breites Metallstück genommen und es an einer Seite in einen rechten Winkel geformt. Die eine Seite habe ich am Rahmen fest geschraubt, die andere an der Felge montiert und fertig war der Ersatzreifen plus Halterung.
Jetzt habe ich noch ein Fernlicht eingebaut. Die Scheinwerfer habe ich von meinen Vater, der sie aus seinen alten MAN F90 ausgebaut hat. Die haben auch gleich gepasst (kein Wunder!) Wir haben einen LED reingesetzt und an einen MM4 von ServoNaut angeschlossen.
Meine Muldenverriegelung:
Ich fand es doof, das der Sand bei jedem kleinen Huckel oder bei Bergauffahrten aus der Mulde heraus fällt.
Daraufhin haben mein Vater und ich eine Muldenverriegelung gebaut.
Neben dem Rammen ist eine Metallplatte angebracht. Das Teil das unter der Mulde ist drückt sich dagegen, so das es über ein Gestänge nach hinten über einen Winkel dann die Verriegelung zudrückt.
2008-02-24
Endlich: die lang ersehnten Alu-Felgen sind montiert und auf aktuellen Bildern dokumentiert.
Eigentlich sollte die Emma schon ausgemustert werden. Da sich der ursprüngliche Erbauer inzwischen anders (MAN KAT 8x8) orientiert hat, sollte dieser Veteran in den Ruhestand und Teile-Lieferant. Aber wie es so ist, heisst es dann erst mal: och lass den man noch! Und wir taten gut daran - inzwischen ist die Emma ein liebgewonnenes Backup für die ganze Mannschaft, das zuverlässig seinen Dienst tut und immer dann zum Einsatz kommt, wenn die Jungschen mal wieder Schwäche zeigen und mit Defekten in die Werkstatt mussten. Wir hoffen, das die Zuverlässigkeit auch nach dieser kleinen Verjüngungs-Kur erhalten bleibt und wir weitere 12 Jahre mit der Emma rechnen können
Der Zufall spielte uns eine gelenkte selbstsprerrende Achse von Stahl-Modellbau in die Hände - heutzutage eine echte Rarietät, denn die Firma gibt es schon lange nicht mehr (leider) und damit auch keine Achsen, keine Wartung und keine Ersatzteile. Also eine gute Gelegenheit, der alten Dame "Emma" das Update zum 6x6x2 zu verpassen. Das das am Ende eine grössere Aktion als gedacht wurde, hat man ja öfter mal. Aber dazu mehr im Verlauf des Update-Berichtes!
das ist die neue Achse, äusserlich ein wenig angegriffen, aber technisch in einem top Zustand
auch äusserlich den schon vorhandenen Hinterachsen gleichen Typs angepasst. Der alte Lack ist ab!
noch ein Tausch-Objekt. Das alte Zweiganggetriebe (auch von Stahlmodellbau) mit einer angeflanschten2:1 Zusatzuntersetzung sollte gegen ein Zweiganggetriebe mit zuschaltbarem Abtrieb für die neue VA getauscht werden.
Auf den ersten Blick kein Problem, auf den Zweiten schon, denn das alte Getriebe baut schmal und kann von oben in die Aussparung des Rahmens gesetzt werden und auch auf die gleiche Weise entnommen werden. Das neue Getriebe hat aber leider nicht so schmale Hüften, das heisst, die Hüften sind schon so schmal wie die Aussparung des Rahmens, aber ober- und unterhalb sitzen noch Ausbuchtungen. Also nix mit von oben reinsetzen, sondern von vorne reinschieben!
Nach dem der Ausschnitt wegen des etwas längeren Getriebes verlängert wurde...
...entdeckten wir das weiter oben beschriebene Maleur: von oben Einsetzen nicht möglich!
damit es besser flutscht, wurde die Taille noch etwas mit dem Dremel erweitert.
nach dem ersten Ansatz wurde noch ein weiteres Stück ausgeschnitten, der Rahmen ist materialmässig so stark, das das neue Getriebe nicht drunter passt.
erhöhter Aufwand: um das neue Getriebe von vorne her einzusetzen, mussten alle Anbauteile, die schon montierte Achse und das Fahrerhaus demontiert werden
die neue Vorderachse montiert und angeschlossen
da die alte Fahrerhausverriegelung wegen des neuen Antriebskonzeptes nicht mehr passt, gab es kurzerhand eine Abdeckung für den Motor...
...der kleine, aber starke Magnete beherbergt, die ein am Fahrerhaus montiertes Blech halten.
das Halteblech am Fahrerhaus
neues Getriebe und daraus folgend eine andere Positionierung des Schaltservos. Dieser Servo, der ursprünglich für die Wahl der Gänge zuständig war, schaltet nun den Abtrieb für die Vorderachse dazu.
Schaltservo für Allrad
mal ein Gesamt-Blick unter das Fahrzeug, als wir meinten, es wäre alles fertig!
Der Lenkservo ist von der Achse weg an eine Position vor der Achse gerutscht. Das Schaltservo sitzt nun oberhalb der Vorderachse, hier im Bild also nicht zu sehen. Lediglich das Gestänge ist zu erkennen
knapp, aber genügend Freiraum für Lenkung und Servohebel.
unter der Vorderachse versteckt das neue Schaltservo
Neuer Tank (aus rund wird eckig) und eine veränderte Befestigung des Reserverades
neuer Batterie-Kasten und andere Luftkessel
auch die Bereifung ist im Fluss: von den Conrad Strassenreifen wurde auf AFV-Baustellenbereifung umgestellt. Das bedingt natürlich auch ander Felgen
hinten noch Mischbereifung von normalen (vordere) und breiten (hintere) Reifen, die aber noch angeglichen wird => alles wird normal.
Insgesamt wir die Aufstandsfläche grösser im Vergleich zur Single-Strassenbereifung.
Probefahrt
Und nun war alles bereit zur ersten Probefahrt. Also Akku rein, alle Einstellarbeiten vorgenommen (Lenkung, Schaltung, Allrad) und ab auf den Fussboden. Erstmal mit normalem Antrieb hinten: alles läuft! OK, das neue Getriebe ist etwas lauter als das alte Getriebe, aber noch nicht störend. Dann also den Allrad-Antrieb rein...hm...warum ruppelt das denn so und warum fährt das Fahrzeug denn jetzt rückwärts anstatt vorwärts???
Oh Schreck! Da stimmt doch was nicht...und nach kurzer Zeit war uns klar: wir hatten eine Kleinigkeit übersehen - nämlich schlicht und einfach die Tatsache, das der Abtrieb für den Allrad vorne gegenläufig dreht. Ein Anfängerfehler, wie er im Buche steht. OK, dann also die Achse drehen...aber so einfach sollte es nicht werden. Die Achse konnte man anhalten und drejen, wie man wollte, die gewünschte und erhoffte Drehrichtung der Räder wollte sich nicht einstellen. Durch den relativ komplizierten Auf der selbstsperrenden Differentiale war auch an eine Umkehr im Innern nicht zu denken.
Wa nun? Eine zusätzliche Getriebestufe in 1:1 war die naheligendste Lösung und so machten wir uns auf die Suche nach passendem MAterial und der passenden Stelle wür die Realisierung. Zahnräder wurden in der Grabbelkiste entdeckt und Alublech und Schraben waren ebenso vorhanden. Also Auf und den ersten Ansatz gebaut. Am Ende sollten es drei Versuche werden...
das noch nicht verkleidete Endresultat
nur geringer Verlust von Bodenfreiheit
der Zugang zur Schaltklaue musste ausgespart werden
nach drei Versuchen ist es gelungen
obwohl ich die Zahnräder mit einer Lehre vermessen hatte, stimmte doch das Modul nicht. Folge: Abstand zu gross und die Zähne kämmten aneinander vorbei...Versuch #1
Die Fühlerlehre ergab ein Modul von 0,8 - daran war für uns auch gar kein Zweifel. Die Lehre hatte ohnehin nur das Modul 1,0 - 0,8 - 0,6 - 0,5 und noch ein paar weitere Module (die auf keine Fall in Frage kamen) zu bieten. M1 passte nicht, M0,8 lief gut und die Gegenprobe mit M0,6 wollte mit den Zähnen auch nicht harmonieren. Da war für uns klar: M0,8! Wie sich später heraus stellte eben doch ein Trugschluss. Da wir M0,7 nicht mit der Lehre messen konnten wurde vorher noch ein Blech mit zwei Bohrungen versehen, die den Abstand für M0,7 erhielten und siehe da, die Ritzel harmonierten gut miteinander.
Bei Versuch #2 stimmte zwar der Abstand, aber das abgehende Ritzel hatte auf dem verbleibende Achsstummel unserer Meinung nicht genügend Fleisch. Also blieb nur die folgende Lösung über. Getriebe wieder ausbauen (ja, natürlich wieder alle Anbauteile und das Fahrerhaus ab), alte Welle gegen eine längere Welle tauschen, neue Getriebe mit vernünftigem Gehäuse bauen und dann sollte es laufen! Gesägt, getan...
kurze, alte Welle neben dem neuen Aufbau
Meinten wir, wir hätten nun alles bedacht, wurden wir nochmals enttäuscht. Das Zusatzgetriebe funktionierte zwar einwandfrei und die Drehrichtung alle Räder passte auch überein, aber das "Neue" lag völlig ungeschützt in gröstmöglicher Nähe zum Boden und war völlig offen für eindringenden Dreck! Es war zwar wunderschön an die vorhandenen Konturen des Getriebes angepassen, aber das machte die Sache mit der Verkleidung jetzt auch schwierig. Wir entschieden uns für eine Teilverkleidung mit 2K-Kleber und GFK-Matte. Dazu wurde das Gehäuse mit "Tesafilm" zum Schutz der Innereien in der Kontur beklebt, der Kleber aufgetragen und die GFK-Matte drüber gelegt. Während des Aushärtens immer wieder die Kontur nachgestrichen und es kam ein ganz passables Ergebnis heraus. Anschliessend montiert und zum Schutz gegen Abstreifen, wurde die Matte noch mit 1mm Messing, rund verstiftet und verklebt. Die überstehenden Enden fielen nach Aushärtung dem Dremel zum Opfer...
GFK-Gehäuse mit Verstiftung
in der Kontur
Stifte gekürzt und verschliffen
Nun wartet die alte Dame auf ihren ersten Einsatz mit Allrad...wenn erfolg(t), gibt es hier nen weiteren Bericht und ein paar Bildern.
Der erste Test beim Sommerfest der Hansetrucker ist durchaus positiv verlaufen, die alte Dame macht sich gut im Gelände und alle Wegpunkte, die erreicht werden wollten, wurden auch erreicht. Auch voll beladen gab es kein Halten im lockeren Boden.
Es gab natürlich auch einen Vermuts-Tropfen: die vorderen Reifen pellten sich in Kurvenfahrt von den Felgen!
geplante Abhilfe:
- die Hohlkammerreifen füllen, zuerst mit Schaumstoff - wenn das nicht zum Ziel führt mit Silikon ausgiessen
- Reifen auf den vorhandenen, etwas zu schmalen Felgen verkleben
- neue, in der Breite passende Felgen sind geordert
nun noch ein paar Bilder, das Video muss noch genschnitten werden (weitestgehend ohne Kommentar):
Nach dem sich die Reifen bei der ersten Ausfahrt von der Felge gepellt haben, sollte nun Abhilfe geschaffen werden. Aus Moosgummi wurden passende Streifen geschnitten und als Einlage in die Hohlkammern gestopft, am Ende diagonal geschnitteln, damit es an den Stossstellen nicht zum Hoppeln kommt
vorbereiteter Mossgummistreifen
ein Reifen ist fertig, der Andere kurz vor der Vollendung
bereit zur Montage
Da vor dem nächsten Test eigentlich noch auch noch passende Felgen montiert werden sollten, liegen die Reifen hier bereit. Die Felgen kamen leider nicht pünklich und so wurden die vorbereiteten Reifen auf die vorhandenen Felgen montiert und der Test verlief erfolgreich. Kein Ablösen der Gummis von den Felgen. Nun sind die neuen Felgen eigentlich nicht mehr nötig. Da sie aber bestellt sind, kommen sie dann trotzdem zum Einsatz!
Aus Kostengründen wurde beim Aufbau der Emma auf ein einfaches Pendelachssystem von modelltruckteile.de zurück gegriffen. Das System ist einfach aufgebaut und funktioniert gut, sofern nicht gerade grössere Antriebskräfte wirken. Durch den weit oben liegenden Drehpunkt hatte das System das Bestreben sich zu drehen, was zur Folge hatte, das nur eine Achse am Boden verblieb - wie gesagt: nur bei hohen Kräften, also wenn Mulde voll und Vollgas den Berg hoch.
Nun lag schon längere Zeit ein etwas diffizieleres Pendelachssystem auf der Werkbank. Ich weiss nicht mal mehr, von wem es stammt, aus welcher Quelle es hier gelandet ist oder aus welchem Projekt es ausgebaut wurde! Alle segal, es ist da und nun wurde der Entschluss gefasst, es in die Emma einzubauen, damit das nervige Aufbäumen ein Ende hat! Hoffentlich hilft es auch!
hier ein Bild der alten Pendelei von modelltruckteile.de
Hier sieht man das neue System schon eingebaut. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt, aber es hat mich dann doch zwei Abende beschäftigt. Neben zwei neuen Löchern im Rahmen auf jeder Seite zur Befestigung mussten noch alle Links in der Länge angepasst werden und eine Befestigungs-Möglichkeit oben auf der Achse geschaffen werden. Hier wäre es am einfachsten gewesen, ein Loch in das Diff-Gehäuse zu bohren und Gewinde rein zu schneiden. Unteranderem wegen der zu erwartenden Bohrspäne entschied ich mich aber für eine Winkel-Konstruktion, die von Aussen angeschraubt wird. Die könnte etwas filigraner gestalltet sein, aber wie es nun mal ist, wollte ich mir diverse Möglichkeiten offen halten und das Filigrane später machen. Nun sind die Halter eingebaut und werden aller Warscheinlichkeit bis in alle Ewigkeit so grobschlächtig bleiben :-)
Gut zu sehen ist, das die Drehachse gut 30mm tiefer liegt als beim alten System
auch der Verbindungs-Sechskant zwischen den Achsen war nun zu kurz und musste gegen eine längere Version ausgetauscht werden.
Drehpunkt Pendelachssystem fast gleich Achsdrehpunkt
alle Links wurden in der Länge angepasst und mit neuen Messing-Röhrchen versehen